Geschrieben von Sylvi in Alltägliches am 16.07.2011
Tags: Nachbarschaft, Paketdienste
Also wenn etwas hier in meiner Nachbarschaft wirklich super klappt, dann ist es die gegenseitige Annahme von Paketen. Heute klingelte z. B. mal wieder DHL bei uns und fragte an, ob wir ein Päckchen für unsere rechtsseitigen Nachbarn annehmen würden. Klaro, ich finde es auch immer doof, wenn ich mich nach Feierabend noch in die Stadt begeben, mühsam nach einem Parkplatz suchen und mich in die Schlange bei der Post einreihen muss. Und kürzlich hatten unsere Strandkorb-Pakete deren komplettes Wohnzimmer verbarrikadiert
Eine Hand wäscht die andere und nun thront es erst einmal sicher auf meinem Esstisch.
Da fiel mir prompt die letzte Paketübergabe-Aktion ein, die Hermes in meinen Augen in ein etwas positiveres Licht rücken ließ.
Bis dahin war ich nämlich an einem Punkt angelangt, dass ich sogar von Internetbestellungen Abstand nahm, die als Paketdienst Hermes angegeben hatten. Meine Erfahrungen mit ihm waren nicht die allerbesten. Ich hatte es leider gewagt, nach dem Klingeln noch einen kurzen Blick aus dem Fenster zu werfen. Und obwohl ich in einer fast rekordverdächtigen Zeit zur Tür gesprintet bin, war der Hermes-Bote mitsamt dem Päckchen verschwunden.
Zwei andere Male wurde glatt gelogen. In meinem Briefkasten lag eine Mitteilungskarte, auf der sinngemäß stand, man hätte mich mehrfach nicht zu Hause angetroffen und daher würde nun das Paket an den Absender zurückgeschickt. Von Versuchen, meine Pakete bei Nachbarn abzugeben, konnte ich lediglich träumen. Einmal war ich sogar zu dem angegebenen Zeitpunkt krankheitsbedingt zuhause. Somit war das Fass übergelaufen und Hermes für mich gestorben.
Miki hat ebenfalls vor einiger Zeit ihre eigenen Erfahrungen mit dem Hermes-Versand sehr eindrucksvoll geschildert.
Aber letztens war ich total verblüfft. Es klingelte am Samstagmorgen, ein Hermes-Bote stand vor meiner Tür und fragte nach, ob ich ein Paket für meine rechtsseitigen Nachbarn annehmen würde. Ich “Klar, kein Problem.” Er so “Aber das ist bestimmt 3 m lang!” Ich warf einen kurzen Blick auf meinen Mini-Flur, beschloss, dass es passen müsste, wenn es durch die Tür ins Wohnzimmer gelegt würde und antwortete gönnerhaft “Das kriegen wir schon hin.”
An diesem Morgen regnete es Hunde und Katzen und das Paket befand sich in dem hintersten Winkel seines Lieferwagens. Also musste der arme Kerl erst einmal den halben Frachtraum leerräumen, die herausgestellten Pakete wie er selber wurden dabei klatschnass und es dauerte eine Weile, bis er endlich das sperrige Paket zu packen bekam und es herauszerrte.
Jo, und dann stand er mit seinem Elektrogerät vor mir, wollte die Annahme von mir bestätigt haben und stellte fest … falsche Hausnummer! Statt der 91 stand da nun Haus-Nr. 98. Tja, dumm gelaufen würde ich sagen. Und so entschuldigte er sich, packte das Paket mitsamt der herausgeräumten zurück in seinen Wagen und düste wieder ab.
Aber letztendlich zählt doch der gute Wille, gell?
Edit 26.07.2011
Mein Zweckoptimismus hat mich tatsächlich nicht enttäuscht. Heute lag eine Mitteilungs-Karte von Hermes mit der Info in meinem Briefkasten, dass das Päckchen bei meinen linksseitigen Nachbarn abgegeben wurde. Besser gehts doch nicht, oder?




Ich habe einen Spleen
Das Drama mit der Palisade in 9 Episoden – Teil 1
Manchmal kann ich echt ne Zecke sein
Schnäppchen machen glücklich
Das Drama mit der Palisade in 9 Episoden – Teil 2


Sylvis bunte Seite
Ich hab auch grad (gestern) was hermes-typisches erlebt, mal gucken, ob ich das zeitnah verbloggt kriege. Ich bleib da bei meiner schlechten Meinung
Hallo Miki,
sorry, dass ich mal wieder auf einen Deiner Beiträge zugreifen musste … nimmt ja fast Überhand
Auweia, na da bin ich aber gespannt. Ich war gerade dabei, meine Hermes-Einstellung zu revidieren.
Gruß Sylvi
[...] 16, 2011 By Miki in bescheuertes, gelebtes, informativesKeine Kommentare Sylvi hat mich mit ihrem neuesten Artikel an die insuffizienten Hermes-Zusteller erinnert. Und da kann ich fast tagaktuell (von gestern) noch [...]
Hey Sylvi,
ich wohne am Dorf, da ist das sowieso üblich, dass Pakete vom Nachbarn entgegengenommen werden – jedenfalls bei uns!
Ich habe eigentlich durch die Bank gute Erfahrungen mit Paketdiensten und absolut gar keine mit Hermes. Wird wohl Zufall sein, dass ich noch nichts von denen geliefert bekommen habe…. Moment mal, da war doch dieses Paket von vor 3 Jahren, auf dass ich heute noch warte…
Liebe Grüße und schönes Wochenende,
Pauli
Laaaaach … ohje Pauli. Ich hoffe, es handelt sich nicht um verderbliche Ware und drücke die Daumen, dass es in diesem Leben noch kommt
Mit DHL gab’ es selten Probleme – zumindest kann ich mich adhoc an keine erinnern. Allerdings bekomme ich am häufigsten von denen meine Pakete, da relativiert sich das wohl auf die Menge gesehen wieder und maaaal darf ja auch ein Fehler passieren. Über UPS habe ich noch nie etwas bekommen und bei DPD bin ich mir nicht sicher, wann es da das letzte Mal war.
Dir auch ein schönes Wochenende, Pakete für Deine Nachbarn dürften ja jetzt nicht mehr kommen
also auch ein stressfreies
Sylvi
Bei uns wohnen in 3 Häusern die in einem U angeordnet sind 50 Familien. Hermes und auch die Post schaffen es kaum, das anderswo ein Paket abgeben wird. Hermes hat es schon mal bis ins Nachbarhaus geschafft. Verständlich den die müssten den nächsten Tag nochmal kommen und es versuchen.
Die Post, die Gute Pst bekommt es sogar fertig bei uns zu klingeln wenn der Typ um 4 Stock ein Packet bekommt. Nein da wird gar nicht erst im 4. Stock geklingelt alles was höher 2. Stock ist wird unten abgegben. Ist unter dann keiner da, werden die Pakete mitgenommen. Ich selber darf bei meinen Paketen dann den nächsten Tag zur Post wetzen wo keine Parkplätze sind und mich in der der Schlange anstellen wo übel gelaunte Menschen stehen die ebenfalls auf ihr Paket warten. Von der Seite wird da rempelt von Menschen die an dem Postbankkartenautomaten wollen und ebenfalls warten.
Kurz und knapp:
Willst du einfach genervte Menschen sehen musst du zu deiner Post gehen. Pakete sollte man möglichst selber bringen wenn man keinen ärger will. Von verschwunden Paket und Postkarten rede ich jetzt nicht … .
(Verlässlich ist die Citypost.)
Hej Daniel,
das habe ich bereits öfter gelesen, dass immer die unteren Mieter die Leidtragenden sind, die ständig die Pakete für andere Mitbewohner annehmen müssen – aus reiner Bequemlichkeit vieler Boten. Wäre für mich mittlerweile schon mit ein Hauptgrund, nicht solch eine Wohnung zu mieten
Zur Hauptpost fahren ist für mich auch eine komplette Feierabendbeschäftigung. Genau aus den von Dir genannten Gründen. Wenn ich Glück habe, dann wird schon mal ein Paket in einem nahegelegenen Post-Shop abgegeben. Das ist so ein Kombi-Shop mit Lottoannahmestelle, Zeitungsladen und eben eine Mini-Postfiliale, wo ich dann auch immer meine Briefmarken kaufe. Dieses Shop-System könnte man ruhig weiter ausbauen. Ach ja und Parkplätze gibt es dort auch reichlich
Lieben Gruß
Sylvi
Das kenne ich, kaum geklingelt schon weg der gute vom Hermes Versandt!
Allerdings Deine Schilderungen lassen doch den Schluss zu, das Hermes sich der Beschwerden annimmt und scheints ein neues Konzept fährt*
Lieben ja- der-Wille-zählt-Gruß
Erdbeere
* Hoffe ich doch mal
Vielleicht war es auch nur ein “Einzelschiksal” … wenn man dann wieder Mikis Beiträge liest …
Aber ich bin ja eher ein positiv denkender Mensch und wenn der Bote hier bei uns sein Revier hat, dann bin ich recht zuversichtlich, dass es mit der Zustellung nun besser wird. Auch wenn es noch an der Zuordnung der Haus-Nr. ein wenig gehapert hat
Lieben-ich-gebe-die-Hoffnung-nicht-auf-Gruß
Sylvi
[...] Also begab ich mich auf die Suche nach einem Verkäufer und wurde auch erstaunlicherweise gleich fündig. Oh welche Freude, ein junger netter Mann, der sich wirklich Mühe gab und sogar noch mal den langen Weg zur Ausstellungsfläche zurücklegte, um sich ein Bild über eine geeignete Befestigung zu machen. Hm … sämtliche Schrauben, Nägel usw. in der Metallwarenabteilung durchwühlt, eine andere Abteilung angerufen, ob die so etwas wie Heringe vorrätig haben. Nix zu machen! Okay mit einem ganz echten dankbaren Lächeln verabschiedet. Hier zählte ja mal wieder der gute Wille. [...]